Sabine Harder

Sabine Harder
Sabine Harder

 

"Der Schmerz liegt gleichzeitig vor und hinter mir. Ich werde nie darüber "hinweg kommen"... Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Das kann ermüdend sein - aber hier kommt das Wunder der Wendeltreppe: Bei jeder Windung wirst du ein bisschen weiser und stärker, wenn du deinem Schmerz begegnest und ihn wieder und wieder überlebst. Und auch, wenn dein Schmerz sich nicht verändert - du selbst veränderst dich." Glennon Doyle Molton: Love Warrior, 2016

 

Mein Name ist Sabine Harder. Anfang der 90er, vor und während meines Studiums der Sozialpädagogik, arbeitete ich in einem Heim für geistig- und schwerstmehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche. Einschneidend für mich war das Erleben, dass innerhalb kurzer Zeit drei der BewohnerInnen verstarben. Zurück blieb eine sprachlose Gruppe, sprachlose MitarbeiterInnen und ein abrupter Kontaktabbruch zu den trauernden Eltern und Geschwistern. Mir wurde wichtig, dass Trauer einen Ort haben muss, ein Ort des Sein-Dürfens, des Mit-Aushaltens und des Nichts-im-Griff-haben-Müssens.

Anfang bis Mitte der 2000er durchlief ich eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin bei Hilla Fleiter, Wuppertal. Es folgten eine Ausbildung zur Seelsorgerin sowie zur Heilpädagogin.

In unterschiedlichen Arbeitsbereichen, und auch persönlich, kam ich mit dem Tod, insbesondere von Kindern, immer wieder in Berührung. Seit 2016 arbeite ich in einer Beratungsstelle für Eltern mit Kindern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Das Thema des möglichen Todes oder auch der erfahrene Tod eines Kindes sind Teil mancher Gespräche mit Eltern.

Die Sehnsucht, einen Ort für trauernde Eltern zu schaffen, ist geblieben. Deshalb arbeite ich gerne bei den Verwaisten Eltern mit. Bei aller Schwere ist es kostbar zu sehen, wie Trost durch die Begegnungen mit anderen Eltern fließt, und wie in aller Not ein Lachen, manchmal unter Tränen, manchmal aus einem befreienden Moment heraus, hervor bricht. 

 

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