Iris Nauert

Iris Nauert
Iris Nauert

Hell erleuchtet war die Nacht.

Und doch so kurz und nur so sacht.

Nichts desto trotz konnt' ich die Wärme spüren.

Nichts desto trotz wollt ich dich nie verlieren.

Nur deine Hülle ist vergangen.

Die Liebe bleibt in mir gefangen.

Für immer. Für ewig.

Mein Kleiner Stern ich werd' dich wieder seh'n.

Viele Schritte werd' ich derweil noch geh'n.

Und doch so kurz ist doch die Zeit.

Verglichen mit der Ewigkeit 

                                              - Verfasser unbekannt -

  

Als Architektin bin ich über Umwege, durch die Gestaltung des Büros des ambulanten Kinderhospizdienstes in Köln-Ost, zur ehrenamtlichen Arbeit bei den verwaisten Eltern gekommen.

 

Schon als Kind faszinierte mich die Frage, „Wo kommen wir her“ und „Wo gehen wir hin“ und mit dem Finden meiner Antworten verlor der Tod seinen Schrecken für mich.   

 

Eines der traumatischsten Erlebnisse im Leben eines Menschen ist sicherlich das eigene Kind zu verlieren. Als vor gut einem Jahr die Anfrage kam, ob ich mir die ehrenamtliche Arbeit bei den verwaisten Eltern vorstellen kann, war ich auf der einen Seite unsicher, ob ich mit meiner Lebenserfahrung diese Aufgabe, Raum für trauernde Eltern zu öffnen und zu halten, annehmen kann, auf der anderen Seite machte mir diese sinnerfüllte Herausforderung so viel Mut es einfach auszuprobieren. Seit April 2016 leiten Claudia Coppari und ich gemeinsam eine Elterngruppe.

 

Meine Ausbildungen als Coach und Trainerin helfen mir dabei mich auf die Menschen einzulassen und den Raum zu öffnen für das was sich in diesem Augenblick zeigen will. Ich empfinde tiefes Mitgefühl für jeden der betroffenen Eltern und bin immer noch erstaunt in wieviel unterschiedlichen Formen sich die Trauer zeigt und wie jeder Trauernde in seiner Einzigartigkeit seine traumatischen Erlebnisse verarbeitet. Mein tiefer Wunsch ist es ein stückweit dazu beizutragen, dass die betroffenen Eltern wieder Vertrauen in das Leben und ihren eigenen Lebensweg finden.

 

Ich bin verheiratet und Mutter einer Tochter.

 

 

Iris Nauert, 03.11.2016

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